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Die kirchliche Trauung

 

»Schön, dass Sie sich trauen!« Nach wie vor ist die Ehe, ist die kirchliche Trauung etwas Besonderes. Ein Ehepaar will dabei seinen zukünftigen gemeinsamen Lebensweg unter den Segen Gottes stellen. Das ist der Kern jeder kirchlichen Hochzeit.

Für viele Paare soll er der schönste Tag im Leben werden. Daher wird frühzeitig geplant: das Brautkleid, der Brautstrauß, das Essen, Schmuck und Blumen, das Gasthaus …

 

Bitte denken Sie jedoch ebenso daran, rechtzeitig mit dem Pfarramt wegen eines Termins und Traugesprächs Kontakt aufzunehmen. Auch der Terminkalender einer Pfarrerin/eines Pfarrers ist frühzeitig gefüllt und nicht jeder angedachte Termin ist als Trautermin möglich.

 

Worum geht's im Traugespräch?

 

Einige Zeit vor der Trauung findet dann ein Traugespräch statt. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen geht es dabei auch um Dinge wie: Ablauf des Traugottesdienstes, Wahl eines biblischen Trauspruchs und mögliche Liedwünsche, Blumenschmuck und Wahl eines Kollektenzwecks. Aber auch inhaltliche Dinge sollen zur Sprache kommen wie: Was bedeutet (uns) eine kirchliche Trauung? Welche Rolle spielt der christliche Glaube im eigenen Leben / im Leben als Paar?

Es wird in dem Traugespräch auch um das evangelisch-lutherische Eheverständnis gehen: »Die Ehe ist ein äußerlich, weltlich Ding«, sagte Martin Luther. Daher gehöre sie vor der Kirchentüre geschlossen. Keine Angst, das heißt nicht: das Eigentliche fände gar nicht in der Kirche statt. Vielmehr bedeutet es nach evangelisch-lutherischem Eheverständnis: Die Pfarrerin/der Pfarrer begrüßt Braut und Bräutigam bereits als verheiratetes Ehepaar. Und das nicht nur aus rechtlicher Sicht. Denn für die Ev.-Luth. Kirche in Bayern ist die Heirat auf dem Standesamt der rechtsverbindliche Akt. Erst wenn ein Paar standesamtlich verheiratet ist, kann die kirchliche Trauung gefeiert werden. Das Ehepaar wird als solches begrüßt, weil beide nach christlichem Verständnis freie und selbständige Personen sind und zusammen gemeinsame wichtige symbolische Schritte machen und eben als Paar den Segen Gottes für ihre Ehe suchen.

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Daher sieht der gültige Ablauf für den Traugottesdienst keine Art von »Brautübergabe« vor. Denn dies steckt in dem archaischen, germanischen und patriarchalischen Brauch, dass der Vater seine Tochter in die Kirche führt und im Altarraum dem Bräutigam übergibt. Moderne Paare, insbesondere schon lange zusammenlebende, sollten sich fragen, ob die durch die amerikanische Filmindustrie in Hollywood bekannt gewordene Geste für sie als Ehepaar tatsächlich passt, ob also die Braut quasi vom Machtbereich ihres Vaters in den ihres Ehemanns übergehen soll.


Der vom Ablauf her vorgesehene Einzug des Ehepaars in die Kirche bringt damit das evangelische Eheverständnis zum Ausdruck. Er ist auch ein besonders feierlicher Moment. Wie sie bei ihrer Taufe als Säuglinge hineingetragen wurden und als Konfirmandinnen und Konfirmanden in der Gruppe eingezogen sind, so ziehen sie als verheiratetes Ehepaar in die Kirche ein und treten gemeinsam vor den Altar – ein wichtiges Symbol.
Noch ein Hinweis: Zumindest ein Ehepartner muss Vollmitglied (getauft, konfirmiert und gegenwärtige Mitgliedschaft) einer evangelischen Kirchengemeinde sein.

 

Was muss wann und wie organisiert werden?

 

Zuerst sollten Sie mit der Pfarrerin/dem Pfarrer abklären, ob Ihr Wunschtermin auch für uns möglich ist. Man wird dann mit Ihnen ein Traugespräch verabreden, in dem alle Einzelheiten besprochen werden.

 

Familienstammbuch

Sie können Ihre kirchliche Trauung in Ihrem Stammbuch beurkunden lassen. Bringen Sie dazu bitte einfach Ihr Stammbuch im Pfarramt in der Woche nach Ihrer kirchlichen Trauung vorbei.

 
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